4. Februar 2009...16:39

Martelli oder Mauch – Last Minute Wahlempfehlung

Zu den Kommentaren
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Kandidatinnen Kathrin Martelli, Corine Mauch

Dieses Wochenende wählt Zürich die neue Stadtpräsidentin. Baupolitik ist eines der Schwerpunktthemen. Ich habe versucht eine Auswahl entsprechender Äusserungen der beiden Kandidatinnen, Kathrin Martelli und Corine Mauch, zusammenzutragen. Mit Ausnahme der Verkehrspolitik sind die Unterschiede nur in Nuancen festzustellen. Auffallend ist bei beiden Kandidatinnen, der Stellenwert des städtischen und genossenschaftlichen Wohnungsbaus.

In eigener Sache: Mein Blog “Öffentlichkeitsarbeit für Bauprojekte” ist umgezogen – von der WordPress-Plattform auf meine Firmenwebsite. Auf projectconsult.ch finden Sie Beiträge und meine Kommentare zu aktuellen Bauprojekten aus Sicht der Kommunikation. Neu finden Sie unter “Agentur” und “Angebot“  auch Informationen zu den Dienstleistungen von imbach project consult.

Wo soll das neue Kongresszentrum zu stehen kommen?

  • Martelli: Entscheidend ist, dass Zürich so rasch wie möglich ein attraktives, international konkurrenzfähiges Kongresszentrum bekommt. Mein Ziel ist es, in den nächsten Monaten den besten Standort dafür zu bestimmen. Die Diskussion ist eröffnet!
  • Mauch: Ich möchte den grossen Fehler des Stadtrats nicht wiederholen, den Standort ohne frühzeitigen Einbezug des Gemeinderats zu bestimmen. Jetzt geht es um eine breit abgestützte Standortdefinition.

Wie werden Sie das Problem Rosengartenstrasse lösen?

  • Martelli: Kurzfristig müssen wir die Entlastung durch den Uetlibergtunnel sichern. Zur langfristigen Entlastung will ich den Waidhaldetunnel vorantreiben. Dazu muss die Richtplan-Festlegung nochmals überprüft werden.
  • Mauch: Ich bin für die Volksinitiative, die auf der Rosengartenstrasse ein Tram führen will. Das Trassee reduziert die Strassenfläche auf die Hälfte und bietet vielen die Möglichkeit, auf den ÖV umzusteigen.

Wohnungsbau

  • Martelli: Als Stadtpräsidentin habe ich das Ziel, den jetzigen Anteil von 25 Prozent an städtischen und genossenschaftlichen Wohnungen in Zürich weiter zu erhöhen und damit vermehrt günstigen Wohnraum zur Verfügung stellen zu können.
  • Mauch: Mein Ziel ist es, für zahlbare Wohnungen sorgen, damit Zürich eine durchmischte Stadt bleibt. Der genossenschaftliche und städtische Wohnungsbau wurde ungenügend gefördert. Die Wohnungsnot wurde so gravierender.

Stadtentwicklung:

  • Martelli: Zürich ist eine attraktive Stadt – nicht nur für uns Zürcherinnen und Zürcher, sondern auch für viele, die es gerne werden möchten. Das sorgt leider auch für einen angespannten Wohnungsmarkt. Mit mutigen neuen Projekten konnten wir in jüngster Zeit viele neue Wohnungen ermöglichen – oft gegen Widerstand von links. Diese Politik will ich als Stadtpräsidentin noch entschlossener weiterführen. Und ich will Schlüsselbauten weiter vorantreiben, die das Gesicht und die Ausstrahlung unserer Stadt prägen. Damit auf den Letzigrund und den Stadtraum HB bald auch der Swiss Prime Tower in Zürich West, die Erweiterung des Kunsthauses und ein neues Kongresszentrum folgen.
  • Mauch: Mit den vielfältigen Themen der Stadtentwicklung beschäftige ich mich seit Studienzeiten, als Stadtpräsidentin werde ich mich auf diesem Gebiet also mit speziellem Engagement einbringen. Die dynamische Entwicklung Zürichs in den letzten Jahren hat auch Verunsicherungen hervorgerufen. Gewiss ist es für die Stadt wichtig, dass etwa der zukünftige Kunsthaus-Erweiterungsbau nicht ein 08/15-Projekt wird. Aber die alltäglichen Bedürfnisse der Zürcherinnen und Zürcher dürfen darob auch nicht vergessen werden. Die Quartiere sind wieder stärker in die Stadtplanung einzubeziehen, und in einem Stadtforum ist beispielsweise der Frage nachzugehen, wie die Leute eigentlich am liebsten wohnen würden. Schliesslich wollen wir uns in unserer Stadt nicht nur sicher, sondern auch wohl fühlen.

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