8. Januar 2009...12:31

Kongresshaus Zürich – die Lehren gezogen?

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Geprüfte Standorte; Bild Stadt Zürich

Geprüfte Standorte; Bild Stadt Zürich

Nach der Abstimmungsniederlage am 1. Juni 2008 hat die Stadt Zürich versprochen, sich schnell auf die Suche nach alternativen Standorten zu machen. Heute Donnerstag hat der Zürcher Stadtrat in einem Communiqué mitgeteilt, dass Zürich einen neuen Kongressort innerhalb der Stadt in der gleichen Grössenordnung wie das abgelehnte Projekt braucht und deshalb Ende des letzten Jahres verschiedene alternative Standorte diskutiert worden seien. Neben dem häufig genannten Kasernen-Areal bringt der Stadtrat zwei weitere Standorte ins Spiel: das Geroldareal beim Bahnhof Hardbrücke und ein Areal neben dem Hauptgebäude der Universität Zürich.

Aus einer engeren Auswahl von sieben Standorten schlägt er nun vor, drei Varianten vertieft zu prüfen: Das Kasernenareal, das Geroldareal beim Bahnhof Hardbrücke und das Areal neben dem Hauptgebäude der Universität Zürich im Hochschulgebiet Zürich Zentrum. Die vorgeschlagenen Standorte seien bereits der gemeinderätlichen Kommission des Hochbaudepartements präsentiert worden, heisst es weiter. Neu ist insbesondere der Standort im Hochschulgebiet. Im Masterplan für dieses Gebiet,  hat der Regierungsrat des Kantons Zürich 2006 seine Ziele für dieses Gebiet definiert: Auf der Hochschulkante soll eine dritter «Kronenbau» neben ETH und UNI enstehen. Zusammen mit dem erweiterten Kunsthaus am Heimplatz sowie der Realisierung urbaner Freiräume soll eine attraktive Bildungs- und Kulturmeile realisiert werden.

Die Lehren gezogen?

Beim abgelehnten Kongresshaus Projekt, das die Stadt Zürich mit privaten Investoren realisieren wollte, war unter anderem der nicht ausreichende Einbezug des Parlaments kritisiert worden. Das sei eine der Schwierigkeiten des gescheiterten Projekts gewesen, dem Stadtrat sei daher wichtig, Parlament und Öffentlichkeit frühzeitig einzubeziehen, sagte Urs Spinner, Sprecher des Hochbaudepartements, gegenüber 20 Minuten. Im Frühling 2009 wird der Stadtrat beim Gemeinderat deshalb einen einen Kredit beantragen um die Projekte vertieft zu prüfen und einen öffentlichen Diskurs (Echoraum) zu lancieren. Resultate aus der Analyse sollen der gemeinderätlichen Kommission anfangs 2010 vorgelegt und mit Vertreterinnen und Vertretern der Öffentlichkeit breit diskutiert werden. Aufgrund dieser Diskussionen will der Stadtrat dem Gemeinderat 2010 einen Projektierungskredit für die Durchführung eines Architekturwettbewerbs beantragen.

Inzwischen haben sich jedoch die Betreiber des bestehenden Kongresshauses mit einer Mitteilung an die Medien gewandt. Anscheinend wurden weder die Betriebsgesellschaft noch die Kongresshausstiftung, als Besitzerin des Kongresshauses, in den neuen Standortentscheid mit einbezogen.  Der Entscheid des Stadtrates wird denn auch als Schnellschuss bezeichnet. (Kongresshaus Zürich – Schnellschuss des Stadtrates?)

Legende zum Bild:
Auswahl der geprüften Standorte: 1 Gerold-Areal, 2 Kasernen-Areal, 3 Hochschulgebiet, 4 Seeufer Bürkliplatz, 5 Seeufer Enge, 6 Seeufer Kibag Areal, 7 Seeufer Tiefenbrunnen

Communiqué des Stadtrates

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