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	<title>Kommentare zu: «Ein Rekurs von Seiten der Anwohner wäre reine Zwängerei.»</title>
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	<description>Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation für Bauprojekte; PR für Architekten; Immobilienmarketing</description>
	<lastBuildDate>Fri, 20 Feb 2009 10:46:09 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Tania Schellenberg</title>
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		<dc:creator>Tania Schellenberg</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 10:46:09 +0000</pubDate>
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		<description>Interessante Ansätze, die man vielleicht in diesem Fall tatsächlich etwas genauer anschauen müsste.  Ich bin halbwegs geschult in Verhandlungskommunikation und habe diesen Fall relativ nahe miterlebt. Rückblickend ist m.M. die mangelnde Bereitschaft zum Dialog der Hauptgrund für das Fiasko. Aus meiner Sicht, hat  die Credit Suisse höchstens 1 - 2 mal signalisiert, dass sie an Verhandlungen interessiert war, aber möglicherweise auch dies nur um das Image zu waren.  Der Rest war pures Powerplay der alten Schule, gewürzt mit etwas neuen Formen von  Medienbasching . Es dauerte 7 Monate bis nach der Volksabstimmung die Stadt überhaupt zu ersten Verhandlungen einlud. Diese Scheiterten, weil sie in den wesentlichen Punkten nicht ein 1% von ihren Vorstellungen abwichen. Das Verwaltungsgericht hatte danach zu einer Audienz eingeladen, ein Termin der vermutlich die realistischste Chance für eine Verhandlung geschaffen hätte. Die CS und Stadt haben diesen Termin aber schlicht platzen lassen! Ein paar Jahre später gab es von amteswegen vom AWEL eine Einladung zu einer Lokalverhandlung, an der die Stadion AG aber sehr schnell zu verstehen gab, dass sie keineswegs an einer Verhandlug interessiert war. Von Seite der Anwohner wurde zumindest am Anfang eine Mediation vorgeschlagen. Zwei mal gingen wir nicht vor Bundesgericht und dachten, dass das auch eine Chance für offenere Gespräche bieten könnte.

1. Die Beteiligten müssen Menschen und Probleme voneinander trennen.
- Aufgrund der vielen personellen Wechsel auf beiden Seiten, wäre dies eigentlich ohne weiteres möglich gewesen.  Mag sein, dass es an Personen  gelegen hat.

2. Was zählt sind die Interessen, nicht die Positionen.
- Ich war 2 x erstaunt, dass die Stadt&amp;CS den Fall vor Bundesgericht zogen. Offenbar war der Faktor Zeit gar nicht ein reales Interesse, sonst hätten Sie diese Extraschlaufen, die mindestens 16 Monate gekostet hat, nicht gemacht.

3. Es gilt, für sich selbst wie auch zusammen mit den Verhandlungspartnern Alternativen zu entwickeln, die für beide Vorteile bringen.
- Vorher braucht es aber eine Bereitschaft, überhaupt über Alternativen nachzudenken. In diesem Fall, waren Stadt&amp;CS schlicht an keiner Alternative interessiert, muss ich rückblickend feststellen. Die Bauhersschaft war nicht einmal bereit 2% in der Höhe entgegen zu kommen und hat mehrfach unverblümt kund getan, dass sie kein Jota vom Projekt abweichen wollen. Reines Prestige-Denken als Luxus, den sich offenbar der Staat und (bis vor kurzem) die Banken sich leisten konnte.

- Mit der Duplex-Arena  liegen endlich  neue Alternativen auf dem Tisch. Es könnte noch spannend werden, wie die verschiedenen Akteure nun auf die Duplex-Arena reagieren. Happy End? Wer erhält wohl den Schwarzen Peter in der letzten Runde?

4. Alle Beteiligten müssen sich auf objektive Kriterien einigen, an denen das Verhandlungsergebnis gemessen werden kann.
- Was hätten solche objektiven Kriterien sein können? Die CS hat immer gesagt, sie brauche eine Rendite von 6,5%. Bei einem 20% kleineren und günstigeren Bau, hätte dies auch bei 20% weniger Kundschaft, Verkehr, Höhe, etc. der Fall sein können. Den Anwohnern ging es um Verkehr, Lärm, Städtebau. Dem VCS ging es um das Verkehrsvolumen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts zum Gestaltungsplan, wäre vielleicht der Moment gewesen, an dem man einem Kompromiss am nächsten war. Die Anwohner hatten den Entscheid akzeptiert; in diesem Moment hätte die Stadion AG möglicherweise auch die anderen Anliegen in einem Vergleich oder als Verhandlungsergebnis bereinigen können. Stattdessen bekämpfte sie diesen Entscheid vor Bundesgericht.  Hart in der Sache ... selbst wenn es gegen die eigenen Interessen geht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessante Ansätze, die man vielleicht in diesem Fall tatsächlich etwas genauer anschauen müsste.  Ich bin halbwegs geschult in Verhandlungskommunikation und habe diesen Fall relativ nahe miterlebt. Rückblickend ist m.M. die mangelnde Bereitschaft zum Dialog der Hauptgrund für das Fiasko. Aus meiner Sicht, hat  die Credit Suisse höchstens 1 &#8211; 2 mal signalisiert, dass sie an Verhandlungen interessiert war, aber möglicherweise auch dies nur um das Image zu waren.  Der Rest war pures Powerplay der alten Schule, gewürzt mit etwas neuen Formen von  Medienbasching . Es dauerte 7 Monate bis nach der Volksabstimmung die Stadt überhaupt zu ersten Verhandlungen einlud. Diese Scheiterten, weil sie in den wesentlichen Punkten nicht ein 1% von ihren Vorstellungen abwichen. Das Verwaltungsgericht hatte danach zu einer Audienz eingeladen, ein Termin der vermutlich die realistischste Chance für eine Verhandlung geschaffen hätte. Die CS und Stadt haben diesen Termin aber schlicht platzen lassen! Ein paar Jahre später gab es von amteswegen vom AWEL eine Einladung zu einer Lokalverhandlung, an der die Stadion AG aber sehr schnell zu verstehen gab, dass sie keineswegs an einer Verhandlug interessiert war. Von Seite der Anwohner wurde zumindest am Anfang eine Mediation vorgeschlagen. Zwei mal gingen wir nicht vor Bundesgericht und dachten, dass das auch eine Chance für offenere Gespräche bieten könnte.</p>
<p>1. Die Beteiligten müssen Menschen und Probleme voneinander trennen.<br />
- Aufgrund der vielen personellen Wechsel auf beiden Seiten, wäre dies eigentlich ohne weiteres möglich gewesen.  Mag sein, dass es an Personen  gelegen hat.</p>
<p>2. Was zählt sind die Interessen, nicht die Positionen.<br />
- Ich war 2 x erstaunt, dass die Stadt&amp;CS den Fall vor Bundesgericht zogen. Offenbar war der Faktor Zeit gar nicht ein reales Interesse, sonst hätten Sie diese Extraschlaufen, die mindestens 16 Monate gekostet hat, nicht gemacht.</p>
<p>3. Es gilt, für sich selbst wie auch zusammen mit den Verhandlungspartnern Alternativen zu entwickeln, die für beide Vorteile bringen.<br />
- Vorher braucht es aber eine Bereitschaft, überhaupt über Alternativen nachzudenken. In diesem Fall, waren Stadt&amp;CS schlicht an keiner Alternative interessiert, muss ich rückblickend feststellen. Die Bauhersschaft war nicht einmal bereit 2% in der Höhe entgegen zu kommen und hat mehrfach unverblümt kund getan, dass sie kein Jota vom Projekt abweichen wollen. Reines Prestige-Denken als Luxus, den sich offenbar der Staat und (bis vor kurzem) die Banken sich leisten konnte.</p>
<p>- Mit der Duplex-Arena  liegen endlich  neue Alternativen auf dem Tisch. Es könnte noch spannend werden, wie die verschiedenen Akteure nun auf die Duplex-Arena reagieren. Happy End? Wer erhält wohl den Schwarzen Peter in der letzten Runde?</p>
<p>4. Alle Beteiligten müssen sich auf objektive Kriterien einigen, an denen das Verhandlungsergebnis gemessen werden kann.<br />
- Was hätten solche objektiven Kriterien sein können? Die CS hat immer gesagt, sie brauche eine Rendite von 6,5%. Bei einem 20% kleineren und günstigeren Bau, hätte dies auch bei 20% weniger Kundschaft, Verkehr, Höhe, etc. der Fall sein können. Den Anwohnern ging es um Verkehr, Lärm, Städtebau. Dem VCS ging es um das Verkehrsvolumen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts zum Gestaltungsplan, wäre vielleicht der Moment gewesen, an dem man einem Kompromiss am nächsten war. Die Anwohner hatten den Entscheid akzeptiert; in diesem Moment hätte die Stadion AG möglicherweise auch die anderen Anliegen in einem Vergleich oder als Verhandlungsergebnis bereinigen können. Stattdessen bekämpfte sie diesen Entscheid vor Bundesgericht.  Hart in der Sache &#8230; selbst wenn es gegen die eigenen Interessen geht.</p>
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		<title>Von: Stadion Zürich - Bis zum bitteren Umfallen &#171; Öffentlichkeitsarbeit für Bauprojekte</title>
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		<dc:creator>Stadion Zürich - Bis zum bitteren Umfallen &#171; Öffentlichkeitsarbeit für Bauprojekte</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2008 12:42:54 +0000</pubDate>
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		<description>[...] mag Urs Spinner vom Hochbaudepartement Recht haben, wenn er die Rekurrenten bereits vor einem Monat schon einmal der reinen Zwängerei bezichtigte. Die Chancen auf einen Erfolg ihrer Einsprache sind [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] mag Urs Spinner vom Hochbaudepartement Recht haben, wenn er die Rekurrenten bereits vor einem Monat schon einmal der reinen Zwängerei bezichtigte. Die Chancen auf einen Erfolg ihrer Einsprache sind [...]</p>
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