projectconsult.ch – Blog und Agentur ziehen zusammen

Öffentlichkeitsarbeit für Bauprojekte: www.projectconsult.ch

Öffentlichkeitsarbeit für Bauprojekte: http://www.projectconsult.ch

Mein Blog “Öffentlichkeitsarbeit für Bauprojekte” ist umgezogen – von der WordPress-Plattform auf meine Firmenwebsite.

www.projectconsult.ch

Auf projectconsult.ch finden Sie Beiträge und meine Kommentare zu aktuellen Bauprojekte aus Sicht der Kommunikation. Neu finden Sie unter “Agentur” und “Angebot“  auch Informationen zu den Dienstleistungen von imbach project consult.

Dienstleistungen

imbach project consult berät öffentliche und private Bauherren, wie sie bei den relevanten Anspruchsgruppen frühzeitig Verständnis und Unterstützung für eine möglichst reibungslose Realisierung schaffen. Daneben unterstützen wir Sie auch im Immobilienmarketing oder bei der Entwicklung und Bewertung von Immobilienprojekten.

Keine Beiträge verpassen…

Neue Beiträge erscheinen ausschliesslich unter der neuen Web-Adresse. Sie können diesen Blog auch abonnieren, damit Sie keine Beiträge verpassen. Und wenn Sie bereits Abbonnent sind: denken Sie daran, die Feed-URL in Ihrem Reader oder in Ihren Bookmarks zu ändern.

http://www.projectconsult.ch/feed/

Am Ende ging der Umzug doch viel einfacher und schneller als gedacht.  Für die technische Unterstützung und den perfekten Service bedanke ich mich bei Simon Köhler, Conpark

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Alle Beiträge

Branding – Mode oder Mehrwert?

Branding ist zu einem Modewort geworden – auch in der Architektur. Vor kurzem fanden im Luzerner Kultur und Kongresshaus KKL die Architekturgespräche 2008 unter dem Werbe-Slogan “Architecture&Branding, oder die Suche nach dem Garten Eden” statt. Obwohl es einige herausragende Beispiele gibt, in denen Unternehmen und Immobilienentwickler Architektur als Beitrag zur Identitätsbildung genutzt haben, bewegt sich ein Grossteil der heutigen Firmenarchitektur in einer Grauzone aus gesichtslosen Gewerbe- und Verwaltungsbauten, die allenfalls durch optische Aufdringlichkeit oder kurzlebiger Extravaganz hervorstechen.

Ein guter Name, ein schönes Logo und eine auffällige Fassade alleine genügen nicht, um passende Mieter zu finden – erst Recht nicht in der aktuellen Marktsituation. Für das Branding- und Marketingkonzept von Geschäftsliegenschaften muss nach gesamtheitlichen Ansätzen gesucht werden: Eine charakterisierende Idee, Brand und Geschichte, auf denen ein Erfolg versprechendes Marketing-Konzept aufgebaut werden kann.

Identität als Bedingung für wirtschaftlichen Erfolg

Identität ist die Summe der Merkmale, mit denen sich Dinge oder Personen von anderen unterscheiden. Diese Identität erlaubt eine eindeutige Identifikation. Identität ist Grundvoraussetzung für Vertrauen und damit für wirtschaftlichen Erfolg.

Erfolgreiche Unternehmen haben ein eindeutiges Erscheinungsbild – die Ausnahme bestätigt die Regel. Die Produkte, die Werbung, die Bauten, die Einrichtung sind eins mit dem Unternehmen. Ihre Wurzeln liegen in der Unternehmenskultur. Gebäude nehmen als Symbole für den Charakter des jeweiligen Unternehmens eine besonders wichtige Stellung ein. Und Sie wirken nicht nur nach aussen, sondern auch nach innen.

Was macht den Charakter eines Gebäudes aus?

Viele Gebäude, die unter Marketingprämissen gestaltet werden, sollen mit ihrer extrovertierten Werbebotschaft jedoch nur die Nachbarn überstrahlen. Dabei steht das einzelne Gebäude für sich, versteht die Sprache seiner Umgebung nicht und könnte an jedem beliebigen Ort wiedererstehen. Vor allem die Peripheriebreiche der Städte werden heute massgeblich von austauschbaren Bauten mit aufprojizierten Elementen des Corporate Designs wie Logos und symbolhaften Elementen dominiert.

Im heutigen Überangebot an Büroflächen stechen diejenigen Projekte heraus, die sich entweder über den Preis, durch ein attraktives Angebot oder eine einmalige Positionierung differenzieren. Erfolgversprechende Konzepte entstehen aus einer durchdachten Kombination dieser unterschiedlichen Aspekte.

1 Kommentar

Eingeordnet unter Alle Beiträge, Architektur, Corporate Architecture, Immobilien-Marketing, Kommunikation

Neubau Landesmuseum – über den Umgang mit Widerständen

Erweiterungsbau Landesmuseum Zürich, Modellaufnahme BBL

Erweiterungsbau Landesmuseum Zürich, Modellaufnahme BBL

Der kantonale und der städtische Heimatschutz machen auch gegen das reduzierte Projekt für den Ausbau des Landesmuseums Opposition. Der Heimatschutz will aber nicht rekurrieren, sondern den politischen Weg einschlagen und dafür sorgen, dass gegen den städtischen Beitrag von 10 Millionen Franken das Referendum ergriffen wird. Den Rekursweg will dagegen die Schweizerische Gesellschaft für Gartenkultur beschreiten.

Für den Zürcher Regierungsrat ist klar: Das öffentliche Interesse «am Fortbestand und an der Weiterentwicklung des Landesmuseums» wiegt schwerer als die denkmalpflegerischen Interessen. Deshalb hat er bereits 2005 die Rekurse von Heimatschutz und Gesellschaft für Gartenbau gegen den Erweiterungsbau abgelehnt. Die Rekurse wurden trotzdem ans Verwaltungsgericht weitergezogen. Jedoch drei Tage zu spät, die Rekursfrist war deutlich abgelaufen. Für das Gericht ein klarer Fall: Nichteintreten! Zurück blieb ein frustrierter Heimatschutz, der – nun erst recht – nicht aufgeben wollte. Der Heimatschutz hat angekündigt, nun den politischen Weg einzuschlagen und dafür zu sorgen, dass gegen den städtischen Beitrag von 10 Millionen Franken das Referendum ergriffen wird.

Ist dies unumgänglich für Projekte dieser Art? Muss die Projektplanung einfach mehrere Monate oder gar Jahre für Verzögerungen durch Rekurse mit einplanen? Oder ist es auch eine Frage, wie man nicht nur im konkreten Beispiel, mit Widerständen umgeht? Wie werden Andersdenkende behandelt? Werden ihre Meinungen ernst genommen? Werden sie dazu eingeladen, andere Wege zum (gemeinsamen) Ziel zu zeigen, Vorschläge zu machen, sich jedenfalls zur Sache zu äussern? Umgang mit Widerständen fällt oft schwer, weil wir ihn zu sehr auf der Beziehungsebene interpretieren. Andere Meinungen werden oft erst dadurch, dass sie nicht ernst genommen werden, zu wirklichen Blockaden.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Alle Beiträge, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation, Politik, Volksabstimmung

Ein Kongresshaus im See – oder an Frau Martellis Pinwand?

Seebecken Zürich mit Hafen Enge (Kreis)

Seebecken Zürich mit Hafen Enge (Kreis)

Ein neues Kongresszentrum im Hafen Enge, auf Stelzen gebaut – dies ist die Vision des Zürcher Architekten Ernst Gisel. Seine Idee habe er Kathrin Martelli, Vorsteherin des Zürcher Hochbaudepartements, mitgeteilt, bei welcher der Ball laut «NZZ am Sonntag» nun liegt. Frau Martelli habe die Idee “zur Kenntnis genommen und sozusagen an ihre Ideen-Pinwand für ein neues Kongreesshaus geheftet”, lässt das Departement verlauten.

Nicht nur die Kongresshausstiftung (NZZ, 3. Juni 2008) zeigte sich konsterniert über Kathrin Martellis schnelle Abkehr vom bisherigen Standort, nachdem dieser immer als der einzig richtige dargestellt wurde. Vielleicht ist es bezeichnend, dass ein 86-jähriger Architekt die Diskussion (hoffentlich) wieder in Gang bringt. Der Standort “Seebecken” ist noch lange nicht ausdiskutiert – die Diskussion hat noch gar nicht erst begonnen. Es wäre Gisels Idee also zu gönnen, wenn sie den Weg von der Pinwand der Hochbauvorsteherin in die öffentliche und von der Stadt lancierte Diskussion finden würde.

Was alles schief gehen kann

Der Tagesanzeiger hat noch vor der Abstimmung gut zusammengefasst, weshalb das Projekt, nicht nur architektonisch, einen schweren Stand hatte.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Alle Beiträge, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation, Politik

Wieder ein Bilderstreit?

Fotomontage (Bild Nein-Komitee)

Fotomontage (Bild Nein-Komitee)

Am 28. September stimmt die Zuger Bevölkerung über den Bebauungsplan “Belvedere” ab. Das Nein-Komitee liess sich anscheinend von den Gegnern des Stadtraum HB in Zürich inspirieren. Jedoch tragen Sie mit ihren Bildanalogien etwas gar dick auf.

Wie gross werden sie wirklich, die Hochhäuser auf dem ehemaligen Areal des Kantonsspitals in Zug. Sowohl die Initianten (Abb. rechts) als auch die Projektgegner (Abb. li.) treten den Bildbeweis an.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Alle Beiträge, Öffentlichkeitsarbeit, Medien, Volksabstimmung

«Ein Rekurs von Seiten der Anwohner wäre reine Zwängerei.»

Stadion Zürich (Bild Stadt Zürich)

Stadion Zürich (Bild Stadt Zürich)

Für das  neue “Stadion Zürich” muss der Grundwasserspiegel um mindestens einen Meter abgesenkt werden. Dazu ist eine kantonale Ausnahmebewilligung erforderlich. In diesen Tagen wird das entsprechende Baugesuch publiziert. Die Anwohner könnten ein letztes Mal den Gang vors Bundesgericht beschreiten.

Urs Spinner vom Hochbaudepartement der Stadt Zürich befürchtet jedoch keine weiteren Rekurse (Tagesanzeiger, 24.7.08). Das Verwaltungsgericht habe in einem früher publizierten Urteil klar angeführt, dass der Kanton dieses Gesuch bewilligen müsse. Spinner: «Ein Rekurs von Seiten der Anwohner wäre demnach reine Zwängerei.»

Mag sein, dass man in dieser nicht enden wollende Geschichte des Stadionbaus auch mal ungeduldig wird. Verständlich – aber nicht unbedingt von Vorteil für den Verhandlungsverlauf. Roger Fisher, William Ury und Bruce Patton schrieben vor 27 Jahren (sic!) den Klassiker zum Thema Verhandeln: „Das Harvard-Konzept“. Vielleicht lohnt sich wieder einmal ein Blick da rein:

Bestimmt in der Sache, aber weich mit dem Verhandlungspartner

Die Menschen finden sich in einem Dilemma. Sie kennen meist nur zwei Verhandlungsarten: die harte und die weiche. Wer weich verhandelt, will persönliche Konflikte vermeiden und macht daher eher Zugeständnisse, um so eine friedliche Übereinkunft zu erzielen. Oft endet das allerdings mit dem bitteren Gefühl, dass er ausgenutzt wird. Der hart Verhandelnde dagegen betrachtet jede Situation als einen Willenskampf, in dem die Seite besser fährt, die die extremere Position einnimmt und länger durchhält. Er will gewinnen. Doch das endet oft damit, dass er eine ebenso harte Antwort bekommt, seine Mittel sich erschöpfen und die Beziehungen zur anderen Seite in Mitleidenschaft gezogen werden.

Es gibt einen dritten Weg. Dies Methode des «sachbezogenen Verhandelns» besteht darin, Streifragen lieber nach ihrer Bedeutung und nach ihrem Sachgehalt zu entscheiden als in einem Prozess des Feilschens. Dabei muss man soweit wie möglich auf gegenseitigen Nutzen hinarbeiten und dort, wo Interessen einander widersprechen, darauf bestehen, dass das Ergebnis auf Prinzipien beruht, die fair und vom beiderseitigen willen unabhängig sind.

Beim Verhandeln nach dem Harvard-Prinzip geht es darum, „hart in der Sache, sanft zum Menschen“ zu verhandeln und so seine Ziele zu erreichen, ohne sich Feinde zu machen. Fischer, Ury und Patton lehren, wie man sich in die Gegenseite, ihre Interessen und Ziele hineindenkt, wie man auf feste Positionen verzichtet und stattdessen gemeinsam Alternativen entwickelt. So vermeidet man festgefahrene Verhandlungssituationen. Wichtig ist, sich nicht auf die „einzige“ oder „beste“ Lösung zu fixieren. Sonst kommt man gar nicht erst auf die Idee, nach anderen Möglichkeiten zu suchen. „Wer sachbezogen verhandelt, akzeptiert weder die Position seines Gegenübers noch weist er sie zurück. Damit bleibt der Dialog sachlich“.

Vier Bedingungen sind dafür notwendig. Sie sind die Grundprinzipien erfolgreichen Verhandelns nach dem Harvard-Konzept:
1. Die Beteiligten müssen Menschen und Probleme voneinander trennen.
2. Was zählt sind die Interessen, nicht die Positionen.
3. Es gilt, für sich selbst wie auch zusammen mit den Verhandlungspartnern Alternativen zu entwickeln, die für beide Vorteile bringen.
4. Alle Beteiligten müssen sich auf objektive Kriterien einigen, an denen das Verhandlungsergebnis gemessen werden kann.

Besonders spannend sind natürlich die Tipps der Autoren, wie man seine Verhandlungspartner zu einem fairen Verhalten bewegen kann, wenn die keine Lust zum „Mitspielen“ nach den Harvard-Regeln haben oder gar mit Tricks, Drohungen, Druck und psychologischer Kriegsführung aufwarten. „Die Standardreaktion ist, solche Taktiken zu erdulden oder mit gleicher Münze zurückzuzahlen“, erklären die Autoren. Doch das ist genau das Falsche. Stattdessen gilt: Bloß nicht auf Druck eingehen. Die Taktik des anderen durchschauen und höflich ansprechen. Nach dem Motto: „Ich habe den Eindruck, dass ihr hier gerade eine Good-Cop-bad-Cop-Vorstellung abzieht. Kann das sein?“ Selbst zu drohen halten die Autoren nicht für empfehlenswert. „Drohungen sind gefährlich. Sie können Gegendrohungen bewirken und eine zerstörerische Spirale in Gang setzen.“

Roger Fisher / William Ury /Bruce Patton: “Das Harvard-Konzept”
Campus Verlag, Frankfurt/New York

2 Kommentare

Eingeordnet unter Alle Beiträge, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation

Beton – die pure Emotion

Stadtplatz Kloten; Modell (Bild NZZ)

Stadtplatz Kloten; Modell (Bild NZZ)

Ende September können die Klotener Stimmbürger über die Neugestaltung ihres Stadtplatzes abstimmen. Das von Stadtrat und Parlament widerstandslos genehmigte Projekt stösst nun wegen der geplanten Beton-Überdachung plötzlich auf Kritik.

Politiker aus allen Parteien, Vereinspräsidenten und Gewerbler rühmen das Projekt als finanziell ausgeglichen und ideal. Nachdem es zunächst so ausgesehen hat, als ob die Vorlage widerstandslos die Volksabstimmung bestehen würde, manifestiert sich nun zaghafter Widerstand. Stein des Anstosses: das Beton-Dach. Die Projektverantwortlichen zeigen sich darüber überrascht.

Vielleicht haben sie vergessen, dass Emotionen häufig sachliche Argumente verdrängen. Und Beton ist pure Emotion. Er lässt in den Köpfen der Leute – noch immer – die schlimmsten Bilder aufleben. Die Infrastrukturbauten der 60er und 70er-Jahre haben, nicht nur in der Landschaft, tiefe Spuren hinterlassen. Das Image von Beton hat sich ausserhalb der Fachwelt nicht wirklich verbessert. Daran konnten auch die unzähligen faszinierenden Bauwerke aus diesem Baustoff nichts ändern.

Sollte es den Promotoren nicht gelingen ebenfalls emotional zu kommunizieren, bleibt der Beton ein – gewichtiges – Gegenargument.

3 Kommentare

Eingeordnet unter Alle Beiträge, Architektur, Kommunikation, Volksabstimmung